8. Triketreffen – Presse

Artikel von Hans Still 17.05.2016 Redaktion Bernau   (zum Original-Link…)

Von Schutzengeln begleitet ans Ziel

Klosterfelde (MOZ) Klosterfelder Bürger und der Verein Kloster-Triker haben am Pfingstwochenende gemeinsam gefeiert. Auf dem Festgelände am Sportplatz boten die Partner den Kindern zahlreiche Attraktionen. Besondere Blicke ziehen die teilweise sehr preisintensiven Trikes auf sich.

   csm_1024977580_7dce21840e

Eine eigene Parallelwelt: Triker verstehen sich als eine große Familie, in der es höchst selten zu Problemen kommt. Die Kloster-Triker beispielsweise fahren Treffen in Ostholstein an. Im September feiern die 23 Vollmember ihren 15. Clubgeburtstag.

© MOZ/Sergej Scheibe

Wenn ein Biker einen Triker nach dem Reiz des Trike-Fahrens befragt, bekommt er ein Schmunzeln zu sehen. „Wir müssen keine Helme tragen, wir haben die totale Freiheit“, antwortet beispielsweise Henry Tausch. Allerdings müssen sich die Triker auch anschnallen, kontert da der Biker.

Wie auch immer, der Vereinschef der Kloster-Triker schaut nicht unzufrieden drein. Knapp 100 Triker sind am Sonnabend um 13 Uhr mit ihren Fahrzeugen und ihren Sozia auf dem Parkplatz vor der Klosterfelder Schule vorgefahren, gleich hält Pfarrerin Annette Fahrendholz einen Open-Air-Gottesdienst ab. Wohlbehalten, von Schutzengeln behütet, sollen die Triker und Biker ans Ziel kommen.

Die anschließende Ausfahrt bis nach Liebenwalde kommt sogar ohne Wolkenbruch aus. „Wir hatten viel besseres Wetter, als eigentlich angekündigt wurde“, freut sich einen Tag später Präsident Henry Tausch. Da waren der Kindernachmittag auf dem Festgelände und der erfolgreiche Tanzabend am Sonnabend schon Geschichte. Die Band „Partytune“ hatte für knapp 500 Gäste aufgespielt. „Von Beginn an war die Tanzfläche voll. Die Band kam so gut an, dass wir sie gleich wieder für das kommende Jahr gebucht haben“, erzählt Tausch erfreut.

Ebenfalls eine sehr gute Resonanz gab es dann am Sonntag auf die Ausfahrt mit den Kindern der Robinson-Schule und der Nachsorgeklinik in Bernau-Waldfrieden. Insgesamt 28 Kinder erlebten eine Ausfahrt mit den Trikern. „Gerade diese Ausfahrt ist für viele auswärtige Triker ein Grund, unser Treffen anzufahren. So geht es immer besonders zu Herzen, wenn die Kinder der Robinson-Schule Jahr für Jahr ihren Triker suchen, bei dem sie immer wieder aufsteigen“, berichtet Tausch. Beispielsweise sei darunter ein 17-jähriges Mädchen, dass aufgrund eines Autismus in der Öffentlichkeit große Probleme mit der Orientierung habe. Aber mit absoluter Sicherheit fand die Jugendliche auch an diesem Wochenende wieder den Triker in der Masse, mit dem sie seit vielen Jahren schon beim Triker-Treffen durch den Barnim gefahren ist. Auch für die Mutter der Jugendlichen sei das immer wieder ein sehr berührendes Erlebnis. Übrigens: Wie im vergangenen Jahr, soll auch nach diesem Trike-Treffen wieder eine Spende an die Nachsorgeklinik übergeben werden. Wie viel Geld es am Ende sein wird, lässt sich derzeit nicht genau sagen. „2015 konnten wir insgesamt 6300 Euro übergeben, das war schon eine stolze Summe“, erinnert Tausch.

Zu den vielen Gästen des Dorf- und Trikertreffens gehörte auch der Ortsvorsteher Klaus Pawlowski, der mit seiner ganzen Familie erschienen war. Immerhin unterstützt die Gemeinde diese Veranstaltung mit 5000 Euro aus der Ortskasse – für Pawlowski eine gute Investition. „Unser Dorffest ist schon seit Jahren durch die Triker geprägt, das passt ganz gut zusammen.“

Beim Rundgang durch das Triker-Camp fällt eines zuerst auf, bis auf vier Plätze (medizinisch bedingt erforderlich) kommen alle Ausflügler ohne Strom aus. Und auch die Trikes fallen ins Auge. Viele verfügen über einen Käfer-Motor als Antrieb, das sind in der Regel die Fahrzeuge, die auch klanglich überzeugen. Mit Airbrush und Chromanbauten verleihen die Besitzer ihren Fahrzeugen einen individuellen Style.


presse_KT-2016-2